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Überwachung von CKD-Risikogruppen

Die Zivilisationskrankheiten Diabetes, Bluthochdruck und Adipositas sind die wichtigsten Ursachen für die Entwicklung eines chronischen Nierenversagens. Die steigende Prävalenz dieser Erkrankungen über die letzten dreißig Jahre korreliert direkt mit dem Anstieg der Prävalenz chronischen Nierenversagens, die 2017 9,1 % erreicht hat.

Chronisches Nierenversagen verringert die Lebensqualität von Betroffenen, besonders im späteren Verlauf, wenn das Nierenversagen sein Endstadium erreicht und Nierenersatztherapien notwendig werden. Hohe Gesundheitsausgaben und sozioökonomische Nachteile sind weitere Konsequenzen.

Da das Fortschreiten von CKD umgekehrt oder zumindest verlangsamt werden kann, wenn die Erkrankung früh erkannt wird, kann eine Überwachung von Risikogruppen auf den Beginn einer Einschränkung der Nierenfunktion die Belastung verringern und die Krankheit bekämpfen.

Die Herausforderung

Die Versorgung von Patienten und Patientinnen mit Zivilisationskrankheiten schließt nicht nur die Erhaltung ihrer Gesundheit und die Überwachung ihrer Therapie ein. Die zusätzlich notwendige Beobachtung z. B. hinsichtlich des Auftretens von sekundären Folgeerkrankungen und deren Versorgung macht die Herausforderung noch größer. Begrenzte Gesundheitsbudgets und kostenintensive Diagnostik haben bisher ein breites und häufiges Screening von Risikogruppen verhindert.

Die Entstehung von CKD erkennen

Früherkennung der Entstehung von CKD in Risikogruppen

Gemäß den KDIGO-Leitlinien sind die geschätzte glomeruläre Filtrationsrate (eGFR) und Albuminurie die Schlüsselinstrumente für die Diagnostik und Erkennung von chronischem Nierenversagen. Da mäßig erhöhte Albuminurie ein frühes Merkmal von chronischem Nierenversagen in einem reversiblen Stadium ist, könnte regelmäßiges Screening von Risikogruppen auf Albuminurie ein guter Weg sein, Patienten und Patientinnen mit Zivilisationskrankheiten zu versorgen.

Während kostenintensive Methoden wie die sensitive und quantitative Immunnephelometrie dafür nicht geeignet sind, haben routinemäßige Teststreifenverfahren mittlerweile eine Sensitivität und Genauigkeit erreicht, die mit immunbasierten Verfahren vergleichbar ist.

9,1 % Prävalenz von chronischem Nierenversagen, kontinuierlich steigend seit 1990

Kostengünstiges Screening

Ein regelmäßiges Screening von CKD Risikogruppen möglich machen

Albuminurie und das Albumin/Kreatinin-Verhältnis können mittlerweile selbst bei niedrigen Konzentrationen auf kostengünstige Weise bestimmt werden, was ein breit angelegtes Screening von Risikogruppen bezüglich CKD möglich macht. Das erlaubt einerseits, unnötige weitere Diagnostik zu vermeiden oder aber andererseits spezifische Folgetests zu veranlassen und eine Anpassung des Behandlungsplan frühzeitig in Angriff zu nehmen, um das Fortschreiten des Nierenversagens zu stoppen oder zu verlangsamen.

Angesichts der fortschreitenden globalen Ausbreitung von CKD, wird sich die jährliche dadurch bedingte sozioökonomische Belastung auf 84 Milliarden Euro belaufen. Individuelle jährliche Behandlungskosten für CKD können bis zu 90.000 Euro betragen (in Stadium V der Erkrankung).

36 Millionen verlorene gesunde Lebensjahre (engl. Disability Adjusted Life Year, DALY) kommen kumulativ über alle CKD-Patienten und -Patientinnen zusammen.

Screening am „Point-of-Care“

Screening auf chronisches Nierenversagen am Point-of-Care

Allgemeinärzte und -ärztinnen versorgen die meisten Menschen mit Zivilisationskrankheiten. Dies schließt sowohl die Diagnose als auch die Beobachtung der Therapie ein.

Die genaue und automatisierte Erkennung von Albuminurie und erhöhten Albumin/Kreatinin-Verhältnissen mittels Teststreifen ist nicht nur in einem Routinelabor möglich, sondern auch am Point-of-Care, unter Verwendung von Teststreifen zusammen mit dem halbautomatisierten Teststreifen-Lesegerät UC-1000. Dies erlaubt Allgemeinmedizinern und -medizinerinnen, Personen mit hohem CKD-Risiko regelmäßig zu testen, ohne dafür Kompromisse bei der Sensitivität eingehen zu müssen – es gibt keine unmittelbare Notwendigkeit für spezielle immunbasierte Testverfahren.

5,4 Millionen Menschen werden bis 2030 Nierenersatztherapie benötigen.

Diabetische Nephropathie

Fortschreitende CKD: Früherkennung ist essenziell

Ein 68-jähriger Patient mit langer Historie von Übergewicht und Diabetes mellitus kam zur Routineuntersuchung. Aufgrund anhaltender Hyperglykämie wurde eine Teststreifenuntersuchung des Urins durchgeführt, die eine mäßig erhöhte Albuminurie und erhöhte Proteinkonzentration im Urin zeigten.

Unter Vergleich mit der Kreatininkonzentration im Urin zeigte sich diese Erhöhung auch in den Albumin/Kreatinin- und Albumin/Protein-Verhältnissen. Während es keine Anzeichen für Hämaturie gab, zeigte die Partikelanalyse des Urins die Anwesenheit von tubulären Nierenepithelien.

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