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Unreife Thrombozytenfraktion (IPF)

Was versteht man unter einer IPF-Zählung?

Die Fraktion unreifer Thrombozyten (%IPF) ist ein relativ neuer Parameter, der den Anteil unreifer Thrombozyten mit Rest-RNA (die sogenannten retikulierten Thrombozyten) im peripheren Blut misst. Der Referenzbereich liegt bei ca. 1 bis 5 % der Gesamtthrombozytenzahl.

Je höher die Thrombozytenproduktionsrate im Knochenmark, desto erhöhter der IPF-Spiegel im peripheren Blut. So wie der Retikulozytenwert Auskunft über die Aktivität der Erythropoese gibt, lässt die Bestimmung der IPF im peripheren Blutausstrich Rückschlüsse auf den Status der Thrombozytopoese im Knochenmark zu.

Der hohe klinische Nutzen des Parameters %IPF in der Labordiagnose und der Behandlung von Thrombozytopenien infolge einer vermehrten Zerstörung der Thrombozyten im peripheren Blut ist belegt. Besonders wertvoll erweist sich dieser Parameter für die Differenzialdiagnostik der idiopathischen thrombozytopenischen Purpura (ITP), der thrombotisch-thrombozytopenischen Purpura sowie für die Abgrenzung dieser Erkrankungen gegenüber einer Knochenmarksuppression oder einer Funktionsstörung des Knochenmarks. In letzterem Fall wäre der %IPF-Wert niedrig.

Zusätzlich ist %IPF ein sensitiver Prädiktor für die Erholung der Thrombozytopoese bei Patienten mit Aplasie infolge einer Chemotherapie. In einigen spezialisierten hämato-onkologischen Zentren wird z. B. der %IPF-Wert herangezogen, wenn es darum geht, ob eine Thrombozytentransfusion angezeigt ist. Eine Thrombozytentransfusion ist nur bei nicht steigenden %IPF-Werten indiziert, da dies ein Indikator für eine mangelhafte intrinsische Thrombozytopoese ist.

Einsatz der IPF-Zählung

Da Thrombozytopenien infolge einer vermehrten Zerstörung der Thrombozyten relativ selten auftreten, erweist sich dieser Parameter insbesondere in Umgebungen mit einem hohen Patientenaufkommen als nützlich, z. B. in Laboren großer Krankenhäuser mit hämato-onkologischen, Kinder- und Neugeborenen-Stationen. Hier erleichtert %IPF z. B. die Differenzialdiagnose der juvenilen Thrombozytopenie und/oder die Verlaufskontrolle einer Thrombozytopenie.

Vorzüge

Der IPF-Wert unterstützt den Kliniker bei der Differenzierung zwischen konsumtiven und produktionsbedingten Ursachen einer Thrombozytopenie und trägt dazu bei, dass unnötige Knochenmarksbiopsien vermieden werden – zum offensichtlichen Wohl der Patienten. Der klinische Nutzen des Parameters bei der Diagnose und Behandlung von Thrombozytopenien ist erwiesen. Beobachtungen deuten zudem auf einen klinischen Nutzen des Parameters bei der Verlaufs- und Erfolgskontrolle nach Chemotherapie und hämatopoetischer Stammzellen-/Knochenmarkstransplantation hin.

Zählung der unreifen
Granulozyten (IG)

Kernhaltige Erythrozyten-
Vorstufen (NRBC)

Retikulozyten-Hämoglobin-Äquivalent
(RET-He)

Reactive and Antibody-
synthesizing Lymphocytes
(RE-LYMP, AS-LYMP)

Haematopoietic
Progenitor Cells (HPC)

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