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Scientific Kalender März 2026

Wie lautet das Kappa/Lambda-Verhältnis gemäß Durchflusszytometrie in einem nicht erkrankten Zustand?

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WISSENSCHAFTLICHE HINTERGRUNDINFORMATIONEN

Hintergrund

Das multiple Myelom (MM) ist eine Plasmazellneoplasie, die aus der klonalen Proliferation maligner Plasmazellen hervorgeht. Unter normalen Bedingungen produzieren Plasmazellen als Immunantwort auf Krankheitserreger Antikörper; bei MM führt unkontrolliertes und abnormes Wachstum zur Produktion eines monoklonalen Immunglobulins, das strukturell und funktionell einem Antikörper ähnelt. Dieses in übermäßiger Zahl produzierte monoklonale Immunglobulin kann sich in den Knochen, den Nieren und im Blut ablagern, was zu CRAB-Symptomen wie Hyperkalzämie, Niereninsuffizienz, Anämie und Knochenläsionen führt.

Diagnose

Die Diagnose des multiplen Myeloms und die Überwachung der messbaren Resterkrankung (MRD) erfolgen mithilfe mehrerer Tests:

  1. Durchflusszytometrie von peripheren Blutproben oder Knochenmarkproben zum Nachweis aberranter Plasmazellen
  2. Knochenmarkaspirat oder -biopsie für die zytogenetische Analyse und die Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH)
  3. Messung abnormer Konzentrationen von M-Protein und Beta-2-Mikroglobulin
  4. Beurteilung der renalen Funktion
  5. Bildgebung mit PET/CT und MRT

Immunphänotypisierung mittels Durchflusszytometrie

Die Durchflusszytometrie wird zunehmend zur Unterstützung von Diagnose, Klassifikation und MRD-Monitoring beim multiplen Myelom (MM) eingesetzt. In der Diagnostik wird die Durchflusszytometrie zur Analyse von peripherem Blut und Knochenmarkaspiraten eingesetzt, um aberrante klonale Plasmazellen anhand der Oberflächen- und zytoplasmatischen Antigenexpression von normalen Plasmazellen zu unterscheiden. Neoplastische Plasmazellen zeigen typischerweise einen aberranten Immunphänotyp, der durch helle Expression von CD56, CD38 und CD138, verminderte oder fehlende Expression von CD19 und CD45 sowie ein Ungleichgewicht der Leichtkettenexpression (Kappa oder Lambda) gekennzeichnet ist.

FALL UND ERGEBNISSE

Ergebnisse weiterer Untersuchungen

Ein routinemäßiges großes Blutbild auf einem Analysesystem der XN-Serie von Sysmex ergab Thrombozyten (PLT) 41 × 109/l, Hämoglobin (HGB) 5,1 mmol/l und Geräte-Flags (IP-Meldungen), die auf NRBC, Blasten, Anisozytose und Thrombozytopenie hinwiesen. Die nachfolgende zellmorphologische Beurteilung ergab 27 % Plasmazellen.

Hämatologische Ergebnisse

Eine Blutprobe wurde ins Hämatologielabor eingesandt, wo ein großes Blutbild mit einem Analysesystem der XN-Serie erstellt wurde. Die Ergebnisse (Abb. 1) werden unten dargestellt:

Test Ergebnis Einheit  
CBC-Profil      
HGB 5.1 mmol/L  
WBC 9.40 109/L  
PLT-F 41 109/L  
RBC       2.30 1012/L  
HCT 0.274 L/L  
MCV 119.1 fL  
MCH 2,217 amol  
MCHC 186 g/L  
RDW-CV 21.5 %  
Differenzialblutbild       
NEUT 2.41 109/L 25.7 %
LYMPH 3.14 109/L 33.4 %
MONO 3.73 109/L 39.7 %
EO 0.05 109/L 0.5 %
BASO 0.07 109/L 0.7 %
Wichtige im CBC-Profil gekennzeichnete Parameter       
WBC RBC PLT  
Monozytose Anisozytose Thrombozytopenie  
NRBC vorhanden Macrozytose    
Blasten?      

 

Ergebnisse der Morphologie

Die relevanten IP-Meldungen wurden anhand der Morphologie verifiziert (Abb. 2).

Eosinophile - Metamyelozyten -
Basophile - Myelozyten -
Stabkernige Neutrophile 1 % Promyelozyten -
Segmentkernige Granulozyten 24 % Blasten -
Lymphozyten 39 % Plasmazellen 27 %
Monozyten 9 % Erythroblasten 2 %

 

Ergebnisse der durchflusszytometrischen Immunphänotypisierung

Die Probe wurde mit einem MM-Assay verarbeitet und auf einem Sysmex XF-1600 Durchflusszytometer analysiert. Die Plots bestätigten eine Kappa-Leichtkettenrestriktion der aberranten Plasmazellen mit folgendem Immunphänotyp: positiv für CD38, CD138, CD56 und CD81 sowie negativ für CD27, CD19 und CD45.

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