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Fluoreszenz-Durchflusszytometrie

Die Fluoreszenz-Durchflusszytometrie findet bei der Analyse der physiologischen und chemischen Eigenschaften von Zellen Anwendung. Darüber hinaus kann sie aber auch in Geräten für die Urinanalytik zur Untersuchung weiterer biologischer Partikel eingesetzt werden. Sie liefert:

  • Informationen über die Zellgröße und -struktur,
  • Informationen über das Innere der Zellen.


Bei der Durchflusszytometrie werden Zellen und Partikel beim Durchtritt durch eine sehr kleine Durchflusszelle untersucht.

Zunächst wird die Blutprobe angesaugt und mengenmäßig aufgeteilt, um dann in einem vordefinierten Verhältnis verdünnt und mit einem proprietären Fluoreszenzfarbstoff, der spezifisch an Nukleinsäuren bindet, angefärbt zu werden.

Als Nächstes wird die Probe in die Durchflusszelle transportiert und mit dem Lichtstrahl eines Halbleiterlasers bestrahlt. Durch die Auswertung der drei unterschiedlichen dabei entstehenden Signale können die Zellen separiert werden:

  • Vorwärtsstreulicht (Vorwärtsstreuung oder FSC),
  • Seitwärtsstreulicht (Seitwärtsstreuung oder SSC),
  • Seitwärtsfluoreszenzlicht (Seitwärtsfluoreszenz oder SFL).


Die Intensität der Vorwärtsstreuung lässt Rückschlüsse auf das Zellvolumen zu, die Seitwärtsstreuung liefert Informationen über die Zellbestandteile wie den Kern und die Granula und an der Seitwärtsfluoreszenz kann die Menge der in der Zelle vorliegenden DNA und RNA abgelesen werden.

Zellen, die ähnliche stoffliche und chemische Eigenschaften besitzen, bilden in einem speziellen Diagramm, dem Scattergramm, eine Punktewolke.

Das Prinzip der Fluoreszenz-Durchflusszytometrie wird in unterschiedlichen Analysegeräten für die Hämatologie und Urinanalytik angewandt. Für die Blutzellzählung mit den Sysmex Geräten kommt die Fluoreszenz-Durchflusszytometrie beispielsweise für die Leukozytenzählung und Differenzierung, die Zählung der kernhaltigen erythrozytären Vorstufen (NRBC) und die Retikulozytenbestimmung zum Einsatz.

In den Urinanalysegeräten wird die Fluoreszenztechnik zudem für die Zählung von Bakterien, Erythrozyten, Leukozyten und anderen Elementen verwendet.

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