Mehr Qualität, höchster Durchsatz

XTRA-ARTIKEL AUSGABE 2/2017

Im Labor 28 in Berlin werden täglich Proben von etwa 8.000 Patienten untersucht – unter modernsten Bedingungen mit der Technologie von Sysmex.

Dr. Michael Müller, Geschäftsführer der Labor 28 GmbH, und Carola Jaster,
Leiterin der Hämatologie, vor der neuen XN-9100 Gerätestraße

(Foto: Michael Rathmayr)

Leise gleiten die mit Blutproben beladenen Wagen, so genannte Cars, in einem durchsichtigen Tunnel über den Köpfen entlang, passieren hier eine Weiche, sortieren sich dort zu Geräten. Die Decke des hellen Laborraums ist sorgfältig mit lärmschluckendem Material gedämmt, die Geräte surren ruhig vor sich hin. Von der eigentlichen Action ist kaum etwas zu spüren. Klick – in die Zentri fuge. Klick – in die Spirale nach oben. Klick – in den neuen XN-9100 von Sysmex. Wie von Geisterhand wird eine Probe nach der anderen sortiert und der jeweiligen Anforderung entsprechend zur Diagnose gebracht. Labor gewordene Science-Fiction, die anmutet wie Stanley Kubricks Space Station in „2001: Odyssee im Weltraum“. Carola Jaster und Dr. Michael Müller schauen zufrieden auf das, was hier gerade passiert: Im Labor 28 in Berlin wird eine zehn Geräte umfassende vollautomatisierte Hämatologie-Straße von Sysmex in Betrieb genommen, die kaum Wünsche offenlässt. Alles folgt einem ausgeklügelten System, über das mehrere MTAs sorgsam wachen.

Jede Probe hat ihren eigenen Weg
Die zehn Geräte umfassende Straße analysiert 750 Proben pro h (Fotos: Michael Rathmayr)

35.000 Analysen in Spitzenzeiten

„Wir wollen mit unserer Labordiagnostik bestmögliche Medizin ermöglichen – jeden Tag, zu jeder Zeit“, führt Dr. Müller aus. Der Geschäftsführer ist seit über 20 Jahren als Facharzt für Laboratoriumsmedizin tätig. Die steigenden Anforderungen an Qualität und Kapazität haben die Systemerweiterung erfordert. Von den rund 8.500 Arztpraxen im Großraum Berlin versorgt das Labor etwa 20 Prozent. Das Labor 28 selbst gibt es seit 1978; entstanden ist es im Laufe der Zeit aus verschiedenen Laboratorien, die zusammengeführt wurden. Heute arbeiten hier in Berlin-Wilmersdorf etwa 270 Mitarbeiter mit ca. 150 MTLA, 16 Ärzten, zusätzlich Verwaltung, IT und Logistik. Und 50 Kurierfahrer, die die vielen Blutproben in das Labor trans-portieren, wo sie von morgens früh bis häufig kurz vor Mitternacht analysiert werden.

„Wir wollen jederzeit wissen, ob es ein auffälliges Blutbild gibt – in der Qualität der Diagnose von der Tagesform der Mitarbeiter unabhängig“

In Spitzenzeiten – während der Grippesaison etwa – durchlaufen bis zu 30.000 Blutröhrchen am Tag die Stationen von der Präanalytik bis zur Feindiagnostik. Hier hilft eine über drei Etagen verbaute Installation zum automatisierten Probentransport: Im Keller das bis zu 110.000 Proben fassende Archiv, in der oberen Etage die Abteilung für Spezialdiagnostik. Teile des Labors sind schon länger mit der Lösung von GLP systems automatisiert, die von Sysmex exklusiv vertrieben und im Service betreut wird. Nun wird auch die Hämatologie- Straße an diese große, nunmehr fast das gesamte Labor umfassende Automation angeschlossen. Farblich markierte Röhrchen geben den geplanten Weg vor, alles Weitere entscheidet sich im Laufe der einzelnen Analysen. „Die Anzahl der Patienten und Arztbesuche steigt kontinuierlich“, erklärt Dr. Müller. „Deswegen nimmt auch die Notwendigkeit für Labordiagnostik stark zu.“ Für Arztpraxen, die auch am Abend geöffnet sind, bearbeitet das Labor etwa 15 Prozent der Gesamtaufträge des Tages. „Für uns bedeutet das, dass wir vor allem in der Hämatologie unsere Prozesse so optimieren mussten, dass wir jederzeit wissen, ob es ein auffälliges Blutbild gibt oder nicht – und zwar in der Qualität der Diagnose von der Tagesform und Leistungsfähigkeit unabhängig.“

Bei Auffälligkeiten wird die Probe zum Ausstrich geleitet ...
... und individuell ausgewertet. (Fotos: Michael Rathmayr)

Weniger manuelle Nacharbeit

Während der Umbaumaßnahmen auf die neueste Geräteserie wird das neue System direkt neben dem Vorgängermodell aufgebaut. Das leistete hier viele Jahre treue Dienste und wird nun durch die allerneueste Technologie ersetzt, allerdings nicht ohne die neue in Funktionalität und Sicherheit zu bestätigen. „Dazu werden beide Systeme über Tage hinweg parallel betrieben, Proben doppelt analysiert und geprüft, wie die Ergebnisse zueinander passen“, erklärt Carola Jaster den Prozess. Mit dem Anschluss der neuesten Hämatologie-Gerätetechnologie XN-9100 erfüllen sich für Jaster, die vor 25 Jahren als MTA hier angefangen hat und heute die Hämatologie leitet, viele Wünsche. „Wir haben noch weniger manuelle Nacharbeit mit den neuen Geräten“, erklärt sie, „und erhalten gleichzeitig mehr Sicherheit in der Diagnose.“ Die mit den vielen Proben und der Analyse einhergehende Datenflut sei für einen Menschen kaum zu bewältigen.

Die Sorge, zunehmende Automatisierung könnte MTA den Arbeitsplatz kosten, räumt Carola Jaster schnell aus: „Wir können dankbar sein, dass uns Geräte vieles abnehmen und uns unterstützen, die richtige Entscheidung zu treffen. Was die Maschinen leisten, schafft das Auge kaum. Mehrere 10.000 Zellen in weniger als einer Minute zu differenzieren, das ist nicht machbar für den Menschen.“ Die Technik sei heute sehr viel sicherer geworden, die Diagnosen sind besser. Die Entscheidung sei vom Anspruch getrieben, Mitarbeiter zu entlasten. „Ein steigendes Probenaufkommen bedeutet, mehr MTA zu benötigen – die man nicht immer findet“, stellt sie fest. Die Geräte können den steigenden Bedürfnissen entsprechen, weil Nebentätigkeiten entfallen und Arbeitsschritte gespart werden. „Mich begeistert es unheimlich, wie sich unser Beruf entwickelt hat“, erzählt Carola Jaster, „und wie viele Möglichkeiten ein Hämatologie-System heute bietet.“

Verbesserung der Medizin

Dr. Michael Müller freut sich vor allem über die Zufriedenheit seiner Kunden – der Ärzte – und der Patienten. „In der Hämatologie können wir zeigen, wie die Verbesserung der Diagnostik zur Verbesserung der Medizin geführt hat“, sagt er zufrieden. Wohl wissend, dass Produktivität und Effizienz wichtige Argumente für die Geräte und auch für das Labor sind, betont er Qualität und Expertise: „Wir fertigen keine Masse ab. Uns geht es um qualitativ hochwertige Medizin. Das Wissen um die  Möglichkeiten in der Hämatologie – das bringen wir als Labor erst ins Spiel.“ Viele Mediziner würden über die Wege der Diagnostik erst vom Labor informiert werden: 6.500 unterschiedliche Laboruntersuchungen bietet das Labor 28 an. „Und es ist unsere Aufgabe, dem Arzt dabei zu helfen, zu entscheiden, welche die richtige ist.“

Text Isabell Spilker

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