„Keine Tiermedizin ohne Labordiagnostik“

XTRA-ARTIKEL AUSGABE 1/2019

Im Veterinärmedizinischen Labor der Vetsuisse Fakultät an der Universität Zürich arbeitet Dr. Martina Stirn als klinische Pathologin mit dem neuen XN-V von Sysmex. Im Interview schildert sie ihre ersten Erfahrungen.

Interview mit Dr. Martina Stirn

Welche Aufgaben bestimmen Ihren Arbeitsalltag im Veterinärmedizinischen Labor?

DR. MARTINA STIRN: Unsere Arbeit ist sehr vielseitig. Den größten Bereich unter den Gesamtanalysen nehmen die Hämatologie und die klinische Chemie mit einem Anteil von jeweils 30 Prozent ein. Allein für die Hämatologie bekommen wir täglich 30 bis 50 Proben von unterschiedlichen Tierarten. Am häufigsten von Hunden, Katzen, Pferden oder Rindern aus dem Tierspital. Hin und wieder sind auch Schafe, Ziegen, Vögel, Reptilien, Kaninchen oder Frettchen darunter. Es erreichen uns außerdem regelmäßig Proben von Ratten und Mäusen aus Forschungsgruppen. Manchmal wenden sich auch Schweizer Zoos mit Material von exotischen Tieren wie Elefanten, Tigern, Affen oder Alpakas an uns.

Die Labordiagnostik ist für die Veterinärmedizin also insgesamt sehr wichtig?

In der Tiermedizin machen wir noch vergleichsweise viel von Hand. Vor allem in der Hämatologie sind wir viel weniger automatisiert als die Humanmedizin. Dennoch sind in den letzten 20 Jahren enorme Fortschritte gemacht worden, und heute ist die Labordiagnostik aus keiner Disziplin der Tiermedizin mehr wegzudenken. Und da immer mehr und sensitivere Analyse parameter dazukommen, wächst die Bedeutung der Dia gnostik weiter. In großen Laboren geht der Trend dahin, immer mehr zu automatisieren. Auch im Point-of-Care-Bereich entwickelt sich gerade viel, und es kommen zahlreiche neue Geräte auf den Markt.

Sie haben seit ein paar Monaten den XN-1000V im Einsatz. Welche Vorteile bietet er gegenüber dem Vorgängermodell?

Ich finde, dass der XN-V eine konsequente technische Weiterentwicklung des XT-iV ist und mit dem Body-Fluid-Kanal für die Analyse mehr Möglichkeiten bietet. Die Software ist deutlich besser und benutzerfreundlicher. Das Reanalysieren nimmt bei uns noch einen großen Stellenwert ein, und da ist das Handling des XN-V einfacher, angenehmer und schneller. Dank des Autosamplers mit den kleinen Röhrchen genügt bereits ein halber Milliliter Blut. Das erleichtert unsere Arbeit. Auch der Low-Aspiration-Modus ist für uns extrem wertvoll, weil wir häufig mit sehr geringen Volumina zu tun haben. Wir freuen uns über die Umstellung!

Wie wichtig sind für Sie die individuellen Anpassungsmöglichkeiten des XN-V, also das manuelle Gating?

Diese Optionen sind für uns sehr wichtig. Bei exotischen Tierarten, für die es keine Voreinstellungen von Sysmex gibt, nutzen wir gelungene Differenzierungen, um unsere eigenen Gatings zu erstellen. Wir haben diese Funktion bereits mit dem XT-iV häufig genutzt, vor allem wenn es um das manuelle Gating von Thrombozyten und Retikulozyten ging. Dank der neuen Software ist das jetzt noch wesentlich einfacher geworden.

Mehr zum Labor unter: www.vetlabor.uzh.ch

 

 

Text: Sysmex

Fotoquelle: privat

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